Veröffentlicht von Michael Emaschow

Michael ist Gründer und Geschäftsführer bei Papershift. Er kümmert sich darum unsere Kunden glücklich zu machen und behält dabei aber den Überblick über die Entwicklung und das Wachstum von Papershift.

Der Mindestlohn in der Gastronomiebranche

In der Gastronomie existierten bis zum 01.01.2015 keine brancheneigenen Mindestlöhne. Mit der Einführung des MiLoG gilt nun auch dort die gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 € pro Zeitstunde für abhängig Beschäftigte. Viele sehen den Mindestlohn in der Gastronomie als gigantisches arbeitsmarktpolitisches Experiment an. Gerade das Gastgewerbe ist eine besonders arbeitsintensive Branche. Der Personalkostenanteil liegt mit 25 % bis 40 % besonders hoch. Laut DEHOGA, dem deutschen Hotel- und Gaststättenverband, sei die Lohnhöhe von 8,50 € weniger das Problem. Vielmehr führe die damit verbundene Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten zu einem großen Mehraufwand. Manche Betriebe würden mittelfristig um ihre Existenz bangen. Ein weiteres Problem sei das Arbeitszeitgesetz, welches vorschreibt, dass niemand mehr als zehn Stunden am Tag arbeiten darf. Auslastungsschwankungen seien in dieser Branche jedoch normal. Bei Minijobbern würde außerdem die Zeit mit eingerechnet werden, die sie bereits vormittags in ihrem anderen Beruf gearbeitet haben.

Bei Angestellten in der Gastronomie hingegen steigen die Hoffnungen auf eine gerechte Entlohnung – als Bedienung zu arbeiten geht oft an die Substanz. Schichtdienst, immer auf den Beinen, schwere Tabletts und eine enorme Geräuschkulisse – der Mindestlohn in der Gastronomie wäre somit ein guter Ausgleich.
 

Für wen gilt dieser Mindestlohn, für wen nicht?

Besonderes relevant für die Gastronomie: Minijobber, sowie mitarbeitende Ehepartner und Familienangehörige, falls diese einen Arbeitsvertrag besitzen, haben genauso Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Keinen Anspruch haben dagegen freie Mitarbeiter wie z.B. Mietköche.

 
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Bildquelle: depositphotos

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