Veröffentlicht von Michael Emaschow

Michael ist Gründer und Geschäftsführer bei Papershift. Er kümmert sich darum unsere Kunden glücklich zu machen und behält dabei aber den Überblick über die Entwicklung und das Wachstum von Papershift.

In seiner Kolumne für das Wirtschaftsmagazin Econo schreibt Michael Emalschow, Gründer und CEO von Papershift, über das Leben und arbeiten im Startup. Dieser Beitrag erschien zuerst bei Econo.

Mein Idealbild von einer produktiven Arbeitsatmosphäre? Man soll sich wohlfühlen bei uns in der Firma, im Büro und im Team. Ich denke daran, dass unsere Team-Mitglieder sie selbst sein können, ohne sich groß verstellen zu müssen. Dass sie anziehen können, was sie gerne tragen. So sprechen können, wie sie sich natürlich ausdrücken und letztlich ausschließlich nach der Leistung bewertet werden, die sie erbringen. Alles in allem sollte das Klima in einem Unternehmen sehr ehrlich, authentisch und ungezwungen sein. Und trotzdem leistungsorientiert.

Startup? Locker, entspannt und leistungsorientiert

Das war und das ist immer das Ziel für mich gewesen, wenn ich darüber nachgedacht habe, welche Kultur in unserer Firma herrschen sollte. Es sollte eine Kultur sein, die ein bisschen einer Wohnzimmer-Atmosphäre entspricht, die aber trotzdem Leistung und Erfolg in den Mittelpunkt des Schaffens rückt.

Und genau dieser Spagat zwischen Wohnzimmer-Atmosphäre und Büro, zwischen freundschaftlichen Beisammensein und professioneller Zusammenarbeit und zwischen Leistung und Entspannung ist bis heute mit die größte Herausforderung, der wir uns bei Papershift täglich stellen.

Econo

Eine Spielwiese für Innovation und Kreativität

Auf der einen Seite gewinnen wir durch unser Startup-Dasein viele hoch motivierte Mitarbeiter, die Lust darauf haben etwas aktiv zu bewegen, etwas aufzubauen und mit zu entwickeln. Die Menschen kommen zu uns nicht primär wegen des Geldes, sondern wegen der Kultur und der einmaligen Chance Papershift aufzubauen.

Besonders spannend wird diese Aufgabe für sie dadurch, dass es eben noch keine festen Strukturen und Regeln gibt und dass sie gefordert werden, Prozesse zu entwerfen und gewisse Abläufe zu etablieren. Es gleicht also einer Spielwiese für Innovation und Kreativität, auf welcher jeder die Möglichkeit hat, seine Vorstellungen und Ideen einzubringen und umzusetzen.

Startup
Michael Emaschow, CEO Papershift

Auf der anderen Seite ist uns allen klar, dass wir nur durch funktionierende Strukturen, Prozesse und Regeln weiter wachsen können. Das bedeutet, dass wir letztlich dadurch genau jene große Spielwiese, die uns alle zusammengebracht hat, nach und nach formen und verändern müssen.

So schaffen wir täglich Regeln, definieren Rollen und Prozesse und führen Kennzahlen ein, die dem Geschehen einen Rahmen geben sollen. Plötzlich macht nicht mehr jeder alles. Alles wird etwas rationaler und die kreative Wohnzimmer-Atomsphäre leidet. Professionalisierung nennt man das wohl und so wie fast jede Veränderung, muss diese vor allem erstmal von den Mitarbeitern aufgenommen und akzeptiert werden.

Startup, eine Herausforderung für das ganze Leben

Die wirkliche Herausforderung ist es schließlich die Kultur so weiterzuentwickeln und vorzuleben, dass wir die positiven  Startup-Eigenschaften und Teile der Wohnzimmer Atmosphäre beibehalten und zugleich eine Umgebung schaffen, die ein professionelles, ergebnis- und leistungsorientiertes Arbeiten ermöglicht und auch fördert.

Dies ist die Aufgabe, mit der wir uns wahrscheinlich in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen werden und die wohl jedes Unternehmen durchläuft, wenn es mit der Zeit von einem kleinen zwei-Mann Betrieb auf die Größe eines kleinen Mittelständlers anwächst. Es werden spannende Zeiten für das Papershift-Team und mich. Papershift wird langsam erwachsen und es liegt an uns, uns ein Stückchen Kind-sein zu bewahren.

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