Veröffentlicht von Ismar Pipic

Ismar ist seit Januar 2017 für das Online-Marketing bei Papershift zuständig. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem die Erstellung von Content, dazu die Pflege und das Verfassen von Blog-Beiträgen. Ebenfalls kümmert er sich um unsere Social Media-Kanäle.

Für Gewerbebetriebe, die zusätzliche Arbeitskräfte einstellen wollen, sind geringfügig Beschäftigte eine tolle Option. Auch bei den Arbeitnehmern sind diese Jobs ausgesprochen beliebt: Sie üben den Minijob oft als Nebentätigkeit aus. Darüber hinaus haben Studenten, Rentner und Bezieher von Arbeitslosengeld I oft 450-Euro-Jobs.

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Was ist eine geringfügige Beschäftigung?

Als geringfügig beschäftigt gilt ein Erwerbstätiger, der maximal 450 Euro monatlich verdient. Die jährliche Lohngrenze für diese Minijobs liegt bei 5.400 Euro. Die geringfügige Beschäftigung ist ein Teilzeit-Arbeitsverhältnis mit gesetzlichen Kündigungsfristen, Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Feiertagsvergütung gibt es auch für geringfügig Beschäftigte.

Lohnabrechnung geringfügig Beschäftigte
Mit wiederkehrenden Abrechnungen zum Monatsende können Sie die Lohngrenzen des geringfügig Beschäftigten immer im Auge behalten.

Die früher geltende maximale wöchentliche Arbeitszeit geringfügig Beschäftigter existiert bereits seit Anfang Januar 2013 nicht mehr: Der Betrieb kann die Arbeitszeiten individuell festsetzen. Allerdings darf er den Minijobber nicht öfter als drei Monate für jeweils mehr als 450 Euro monatlich in Anspruch nehmen. Tut er dies noch öfter, hat er sich trotzdem an die jährliche 5.400 Euro-Verdienstgrenze zu halten. Ein weiteres Beispiel sind Werkstudenten. Diese dürfen während des Semesters höchstens 20 Stunden versicherungsfrei in einem 450 Euro-Job beschäftigt werden. Dieselbe Stundenanzahl gilt für Pflicht-Praktikanten. In den Semesterferien dürfen Werksstudent auch 40-Stunden arbeiten. Daran gebunden sind auch die regulären Abgaben wie für einen Normalbeschäftigten. Minijobber haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. (Hier gehts zum Formular der Minijob-Zentrale)

Hat der Minijobber noch einen sozialversicherungs- und steuerpflichtigen Hauptjob in einem anderen Unternehmen, behält der Arbeitgeber von seinem Bruttoarbeitsentgelt 2 Prozent Pauschalsteuer ein. Sie umfasst Lohn- und Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag. Ist das Arbeitsverhältnis sein zweiter Nebenjob, wird er nach Steuerklasse 6 versteuert. Arbeitgeber haben für ihre gewerblichen geringfügigen Beschäftigten Pauschal-Beiträge in Höhe von 13 % für die gesetzliche Krankenversicherung und 15 % für die gesetzliche Rentenversicherung an die Knappschaft zu bezahlen. Letzteres gilt für Minijobber, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Ansonsten entrichtet der Arbeitgeber den normalen Beitragsanteil zur Rentenversicherung.

Welche Vorteile bietet die geringfügige Beschäftigung für Arbeitgeber?

Arbeitgeber können dank der flexiblen Arbeitszeitregelung über ihre Minijobber frei verfügen: Fällt Stammpersonal krankheitsbedingt aus oder muss wegen eines Großauftrags oder aus saisonalen Gründen Mehrarbeit geleistet werden, ist der kurzfristig zur Verfügung stehende geringfügig Beschäftigte die optimale Lösung ihres Personalproblems.

Arbeitszeiterfassung geringfügig Beschäftigte

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Wie melde ich geringfügig Beschäftigte an?

Gewerbe-Unternehmen melden die geringfügig Beschäftigten nach Unterzeichnung des schriftlichen Arbeitsvertrages bei der Knappschaft an. Danach erhalten sie eine Aufstellung über die von ihnen zu zahlenden Steuern und SV-Beiträge. Betriebe sind seit kurzem laut Mindestlohn-Gesetz verpflichtet, auch Minijobs genau zu dokumentieren. Sie müssen die vom Minijobber täglich geleisteten Arbeitsstunden sowie Beginn und Ende der Arbeitszeit schriftlich in einem Stundennachweis festhalten. Die monatliche Lohnabrechnung erfolgt aufgrund dieser Angaben. Um der gesetzlichen Dokumentationspflicht nachzukommen, ist es ratsam, für den Beschäftigten auch noch ein Jahresarbeitszeitkonto anzulegen (Jahreslohngrenze!). Arbeitnehmer, die sich über die Minijob-Zentrale von der Rentenversicherungspflicht befreien ließen, sind verpflichtet, das entsprechende Formular bei ihrem Arbeitgeber abzugeben. Außerdem muss der Arbeitgeber darüber informiert sein, ob der Beschäftigte noch weitere Arbeitsverhältnisse hat.

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