Veröffentlicht von Michael Emaschow

Michael ist einer der beiden Gründer von Papershift. Er kümmert sich darum unsere Kunden glücklich zu machen und behält dabei aber den Überblick über die Entwicklung und das Wachstum von Papershift.

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Urlaub, doch dabei weiß niemand so genau, wie dieser geregelt ist. Wie sehen die Regelungen während der Elternzeit, der Schwangerschaft oder für behinderte Menschen aus? Besteht der Anspruch beim Umzug oder entfällt er bei Krankheit? Viele Fragen auf die kaum jemand die Antwort weiß. Ganz abgesehen davon, dass die Urlaubsplanung mit Arbeitnehmern für viele Unternehmen eine große Herausforderung darstellt.

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Urlaubsanspruch: Gesetzliche Regelung in Deutschland

Arten und Umfang des Urlaubsanspruches sind durch das Bundesurlaubsgesetz geregelt.
Dabei gilt:

  1. Dem Arbeitnehmer stehen bei einer Sechstagewoche jährlich 24 Tage Urlaub und bei einer Fünftagewoche 20 Tage Urlaub zu (§ 3 BUrlG)
  2. Nach § 4 BUrlG besteht ein voller Anspruch auf Urlaubszeit nach Ablauf einer Wartezeit von sechs Monaten nach Vertragsbeginn.
  3. Bei einem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis vor Ablauf dieser Wartezeit, entsteht für jeden vollen und gearbeiteten Monat ein Urlaubsanspruch von 1/12 des gesamten Jahresurlaubes (§ 5 Abs. 1 b BUrlG).
  4. Bei gesonderten gesetzlichen Regelungen wie Krankheit (Entgeltfortzahlungsgesetz), in der Schwangerschaft oder Mutterschutz (Mutterschutzgesetz), verkürzt sich der Urlaubsanspruch nicht. Sollte während dem Urlaub ein Krankheitsfall eintreten, so wird der Urlaub, nach Vorlage eines Attestes, unterbrochen und Krankengeld gezahlt.
  5. Gesetzlicher Urlaubsanspruch nach Alter: Eine Staffelung dieser Art ist gesetzlich nicht mehr zulässig, da das Bundesarbeitsgericht dies als Diskriminierung befand.
  6. Elternzeit Vater und Mutter, Elternzeit Teilzeit: Nimmt ein Elternteil Elternzeit in Anspruch, so hat der Arbeitgeber das Recht, den Urlaubsanspruch für jeden vollen Monat der Elternzeit um ein Zwölftel zu kürzen. Sowohl bei einer Vollzeitbeschäftigung wie auch bei einer Teilzeitbeschäftigung.
  7. Urlaubsanspruch Teilzeit und Minijob: Arbeitet eine Teilzeitkraft an sechs Tagen die Woche, so besteht ein Urlaubsanspruch von 24 Tagen. Grundsätzlich wird die Berechnung für Teilzeitbeschäftigung, egal ob Teilzeit 20 Stunden, Teilzeit 30 Stunden oder Minijob, nach dem Arbeitszeitgesetz auf Arbeitstage und nicht auf Stunden abgestellt. Dabei lässt sich der Anspruch wie folgt berechnen: (Zahl Urlaubstage Vollzeitkraft / Wochenarbeitstage) x Wochenarbeitstage Teilzeitkraft.
  8. Sonderurlaub kann unter bestimmten Bedingungen, wie Geburt eines Kindes, eigene Hochzeit, Sterbefall im Familienkreis oder schwere Erkrankungen naher Angehöriger. Beim Umzug besteht kein Recht auf Sonderurlaub.
  9. Schwerbehinderte bekommen zum Urlaubsanspruch einen Zusatzurlaub von fünf Tagen pro Jahr dazu.

Urlaubsanspruch in Österreich und in der Schweiz

  • In Österreich hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens fünf Wochen Urlaub im Jahr. Dabei wird unterschieden zwischen Bildungsurlaub, Erholungsurlaub, Vaterschaftsurlaub oder Pflegeurlaub.
  • In der Schweiz wird der Erholungsurlaub vielmehr als Ferien bezeichnet. Diese Ferienzeit beträgt mindestens vier Wochen pro Jahr. Als Urlaub hingegen wird eine vom Arbeitgeber bewilligte Abwesenheit vom Arbeitsplatz bezeichnet. Gründe für die Abwesenheit können ein Wohnungsumzug oder ein Todesfall in der Familie sein.

 

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