Veröffentlicht von Michael Emaschow

Michael ist einer der beiden Gründer von Papershift. Er kümmert sich darum unsere Kunden glücklich zu machen und behält dabei aber den Überblick über die Entwicklung und das Wachstum von Papershift.

Wenig Zeit? Klicken Sie hier, um direkt zu erfahren wann Trinkgeld versteuert werden muss.

Trinkgelder sind immer steuerfrei, oder? So zumindest stellen es sich die meisten Angestellten und Unternehmer in Deutschland vor und begehen damit teilweise ungeahnt Steuerhinterziehung. Wie ist die rechtliche Lage nun konkret? Müssen auch Sie Trinkgeld versteuern oder nicht? Diesen Fragen gehen wir in diesem Blogbeitrag auf den Grund.

Müssen Selbstständige Trinkgeld versteuern?

Dieser Fall ist einer der wenigen in denen die Rechtslage ganz klar ist. Für selbstständige Friseure, Handwerker oder Gastronomen gilt die unerfreuliche Wahrheit: Eine Steuerfreiheit für Trinkgeld gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, dass solche Unternehmer ihrer Nachweispflicht für erhaltene Trinkgelder nachkommen. Denn bei einer Betriebsprüfung muss erklärt werden können, woher diese Gelder stammen.

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Wie steht es um Kaffeekassen und Arbeitnehmer?

Für die Angestellten sieht es da deutlich besser aus. Aber auch hier muss einiges beachtet werden, um nicht unvorbereitet in die Falle des Finanzamtes zu tappen. Grundsätzlich gilt als Arbeitnehmer: Zuwendungen Dritter, welche anlässlich einer Dienstleistung zusätzlich und freiwillig geleistet werden und für die kein Rechtsanspruch besteht, bleiben grundsätzlich steuerfrei.

Folglich sind Trinkgelder, die direkt an den Arbeitnehmer gezahlt werden, steuerfrei. Doch wie verhält es sich bei der Rechtslage Kaffeekasse? Auch hier gilt, wenn der Arbeitgeber die Trinkgelder als sogenannter Treuhänder verwaltet um z.B. auch dem Koch oder der Spülkraft einen Anteil zu ermöglichen bleibt das Trinkgeld immer noch steuerfrei, ist also kein Schwarzgeld und wird auch nicht am Finanzamt vorbei gewirtschaftet. Auch wenn diesbezüglich von einigen Gerichten verschiedene Entscheidungen gefällt wurden, relativierte der Bundesfinanzhof diese Entscheidungen. Er argumentierte in solchen Fällen immer mit der Begründung, dass die Zuwendungen freiwillig und ohne Rechtsanspruch geleistet wurden.


Kaffeekasse-Tipp:

Um die Kaffeekasse für alle Angestellten transparent zu führen, empfiehlt es sich eine Kaffeekasseexcel zu benutzen, um die Trinkgelder aufzulisten. Hierfür haben wir extra eine kleine kostenlose Tabelle „Kaffeekasse Excel Vorlage“ entworfen. Diese steht frei zur Verfügung und kann gerne nach belieben verwendet werden.


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Trinkgeld versteuern? In diesem Fall ja.

Wann muss ich Trinkgelder versteuern?

Oft findet man in den heutigen Speise- und Getränkekarten den Hinweis: „Das Trinkgeld ist in den Preisen bereits enthalten“ oder auch Hinweise auf Trinkgeldpauschalen. Das Problem in diesen Fällen ist aber, dass Trinkgelder nicht mehr freiwillig und nicht mehr ohne Rechtsanspruch geleistet werden. Das heißt die Grundvoraussetzung für steuerfreies Trinkgeld ist nicht mehr erfüllt und man muss das Trinkgeld versteuern. Vielen Gastronomen ist dieser Aspekt aber nicht geläufig.

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Wenn dann das Finanzamt vor der Tür steht und eine Betriebsprüfung durchführt, kann sehr einfach ermittelt werden, dass steuerpflichtiges Trinkgeld nicht versteuert wurde. Denn der Blick in die Speisekarte genügt. Aber das größte Problem das daraus folgt ist, dass das Finanzamt den Betrag, welcher nicht versteuert wurde, schätzen muss. Das kann aber sehr zu Ungunsten des eigenen Unternehmens ausfallen.

Betriebsprüfung, was ist zu beachten?

Im Idealfall lässt sich der Trinkgeldgeber seine Leistung quittieren, was allerdings in der Praxis nicht wirklich umzusetzen ist. Viele der Empfänger befürchten sogar, dadurch in die Steuerpflicht zu geraten. Das ist zwar nicht korrekt aber das Gerücht hält sich dennoch hartnäckig. Die einzige Alternative wäre, dass ein Eigenbeleg des Unternehmers selbst erstellt wird und das am Besten sehr ausführlich. Denn der Arbeitgeber ist ist zum Nachweis verpflichtet. Sollte dies nicht geschehen sein, muss man das Trinkgeld versteuern. Folglich müsste der Arbeitnehmer sowohl Lohnsteuer als auch Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen.

Es sollte sich jeder Unternehmer Gedanken machen, ob die erhaltenen Trinkgelder wirklich steuerfrei sind. Und auch eine regelmäßige Dokumentation ist das ‚A‘ und ‚O‘. Wir haben in unserem Blog noch weitere Interessanten Artikel für diverse Branchen wie z. B. zum Thema Mindestlohn. Besuchen Sie auch unsere Webseite für nähere Infos.

Quellen:
Impulse.de, Handelsblatt.de, Wikipedia.org

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