Arbeitszeiten spielen für Beschäftigte eine bedeutende Rolle bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Für diesen ist die Dauer der Arbeitszeit also eine Möglichkeit, sich als attraktiver Akteur am Arbeitsmarkt zu positionieren. Aus diesem Grund befinden sich vor allem flexible Formen der Arbeit bereits seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Nichtsdestotrotz haben die klassischen Arbeitszeitmodelle noch lange nicht ausgedient. Doch ganz egal, welche Form von Arbeitszeit ein Betrieb seinen Beschäftigten anbietet, die strengen Vorgaben der Arbeitszeitgesetze müssen immer eingehalten werden. Im Folgenden deshalb ein Überblick über die 10 meistgenutzten Arbeitszeitmodelle und ihr Zusammenspiel mit dem Arbeitsrecht.

Arbeitszeitmodelle abbilden

Auf dem Vormarsch: flexible Arbeitszeitmodelle

Arbeitnehmer- und Absolventenumfragen stellen seit Jahren fest, dass es den Beschäftigten immer wichtiger wird, Arbeit und Privatleben in einen angemessenen Ausgleich zu bringen. Das Gehalt als absoluter Top-Faktor bei der Arbeitgeberwahl wurde schon längst durch das Stichwort Work-Life-Balance abgelöst. Flexible Formen der Arbeit sind deshalb heute in nahezu jedem Betrieb anzutreffen.

Gleitende Arbeitszeit

Zu den bekanntesten Modellen gehört die gleitende Arbeitszeit (GLAZ). Arbeitgeber, die Gleitzeit anbieten, stellen es ihren Mitarbeiter innerhalb eines gewissen Rahmens frei, ihre Arbeitszeit selbst zu wählen. Aus betrieblichen Gründen werden gleitende Arbeitszeiten häufig mit einer Kernzeit kombiniert, bei der alle Mitarbeiter anwesend sein müssen. Zwingend ist dies jedoch nicht. Da es den Mitarbeitern frei steht, Beginn und Ende der Arbeitszeit zu wählen, ist eine effektive Arbeitszeiterfassung erforderlich. Andernfalls ist es nicht möglich, die einschlägigen gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Klassische oder elektronische Stempeluhren sind in diesem Kontext also unverzichtbar!

Home Office

Eine weitere beliebte Form der flexiblen Arbeit sind das Home Office und Telearbeit. Diese sollen es den Beschäftigten ermöglichen, auch außerhalb des Büros in einer angenehmen Atmosphäre zu arbeiten. Bei einigen Betrieben werden diese Arbeitszeitmodelle mit einer Vertrauensarbeitszeit kombiniert. Hier steht nicht die zeitliche Präsenz im Vordergrund, sondern die Erledigung der vereinbarten Aufgaben. Arbeitszeitkonten, die Ist- und Soll-Arbeitszeit kontinuierlich auflisten und überwachen, werden nicht geführt.

Langfristige Arbeitszeitkonten

Doch auch wenn ein Arbeitszeitkonto oberflächlich betrachtet nach Kontrolle aussehen mag, kann es zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit genutzt werden. Einige Unternehmen führen z. B. Lebens- oder Langzeitarbeitszeitkonten, die nach der Ableistung einer gewissen Arbeitszeitsumme (z. B. Lebens- oder Jahresarbeitszeit), einen früheren Rentenbeginn oder ein Sabbatical ermöglichen. Doch auch hier sind Stempeluhren oder elektronische Erfassungsformen der Arbeitszeit ein absolutes Muss.

Teilzeit

Selbstverständlich kommt eine Arbeitszeitmodelle Übersicht nicht ohne Teilzeit aus. Der Klassiker der flexiblen Arbeitszeit bietet eine ideale Möglichkeit, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. In besonders innovativen Unternehmen wurde die klassische Teilzeitarbeit zu einem Jobsharing ausgebaut. So ist es möglich, dass sich zwei Personen eine Stelle, z. B. eine Führungsposition, teilen. Hier ist ein Arbeitszeiterfassungssystem hilfreich, um die Balance der geleisteten Stunden objektiv sicherzustellen.

Wenn ein Dauerbetrieb notwendig ist: Schichtarbeit Modelle

In einigen Branchen, etwa der Produktion oder im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sind flexible Arbeitszeiten aus faktischen und betrieblichen Gründen undenkbar. Hier muss ein Dauerbetrieb aufrechterhalten werden, der verschiedene Schichtsysteme erforderlich macht.

In diesem Zusammenhang wird von nicht kontinuierlicher Schichtarbeit gesprochen, wenn die Arbeitszeit am Ende eines Tages unterbrochen wird. Derartige Unternehmen gelten als Zweischichtbetriebe. Sie bieten eine Früh- und eine Spätschicht an, die auch als Mittagsschicht geführt wird.

In Krankenhäusern und vergleichbaren Betrieben reichen diese Schichten allerdings nicht aus. Erst die Einführung von Nachtschicht macht es möglich, einen wirklichen Rundumbetrieb zu halten. Einrichtungen, die an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden betrieben werden, führen vier Schichten. Unternehmen, die einen 24-Stunden-Betrieb nur unter der Woche aufrechterhalten, kommen mit drei Schichten aus. Um alle Arbeitnehmer gleichmäßig zu belasten, ändert sich die Arbeitszeit der Beschäftigten in einem regelmäßigen Rhythmus.

Da ein derartiges System der Wechselschicht mit einigen Belastungen für die Beschäftigten einhergeht, findet sich im Arbeitsvertrag der Mitarbeiter in der Regel eine Regelung, die einen gewissen finanziellen Bonus gewährt. Stempeluhren und vergleichbare Systeme zur Erfassung der Arbeitszeit stellen in diesem Kontext die Erfüllung vertraglichen Pflichten der Arbeitnehmer sicher.

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