Veröffentlicht von Ismar Pipic

Ismar ist seit Januar 2017 für das Online-Marketing bei Papershift zuständig. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem die Erstellung von Content, dazu die Pflege und das Verfassen von Blog-Beiträgen. Ebenfalls kümmert er sich um unsere Social Media-Kanäle.

Arbeitszeitkonten bieten viele Vorteile, die Unternehmen letztlich Zeit- und Geldverluste sowie Mitarbeiterstress ersparen. Fünf zentrale Aspekte sind hierbei Flexibilität und bessere Handlungsfähigkeit sowie Rechtssicherheit per Dokumentation von Arbeitszeit als auch Mitarbeitermotivation und schließlich Optionen zwischen Freizeit und bezahltem Zeitausgleich. Im deutschen Arbeitszeitgesetz finden sich etliche Einzelregelungen zu Arbeitszeiten von Mitarbeitern. Diese Regelungen begrenzen die maximale Arbeitszeit pro Tag und setzen sogenannte Mindestruhepausen zur Arbeitszeit sowie Mindestruhezeiten ohne Arbeit zwischen Ende und Neubeginn der Arbeitstätigkeit. Weiter gilt Arbeitsruhe während der Sonn- bzw. Feiertage. Außerdem greifen besondere Schutzvorschriften bei Nachtarbeit.

Dieses Gesetz bleibt von Arbeitgeber wie -nehmer verbindlich einzuhalten. Zur praktikablen Umsetzung der entsprechenden Vorschriften dienen Arbeitszeitkonten.

Arbeitszeitkonto – was ist das?

Als Arbeitszeitkonto gilt im Personalwesen ein Dokument in schriftlicher bzw. elektronischer Form, das tatsächlich absolvierte Arbeit sowie Urlaub und Krankheit als auch Überstunden eines Mitarbeiters per Arbeitszeiterfassung fixiert. Zugleich fließen in solch ein Konto vertraglich erforderte Arbeitszeiten mit entsprechender Pausenregelung ein.

Als gesetzliche Voraussetzungen für ein Arbeitszeitkonto in Betrieben gelten entsprechende Vereinbarungen. Diese finden sich in Tarif- bzw. Betriebs- oder Arbeitsverträgen.

Vorteile ein Arbeitszeitkonto zu führen

Prinzipiell lassen sich dabei drei Kontoarten unterscheiden:

  1. Ein Gleitzeitkonto für bedingt frei durch Arbeitnehmer geregelte Arbeitszeiten
  2. Ein Jahresarbeitszeitkonto für die im Jahr geleistete Stundenzahl nach Dienst- bzw. Betriebsvereinbarungen
  3. Ein Langzeitkonto für noch längere Phasen bis hin zur Lebensarbeitszeit

Bei effizienter Nutzung dieser Kontoarten ergeben sich fünf besondere Vorteile.

Flexibilität

Zusätzliche Flexibilisierung der Unternehmenstätigkeit gelingt speziell mit diversen Modellen von Arbeitszeit(hier gibt es die 10 häufigsten). So lässt sich den individuellen Mitarbeiterbedürfnissen zur Leben-Arbeit-Balance erheblich leichter begegnen. Ebenso dient diese Flexibilität der Beantwortung unternehmerischer Herausforderungen, etwa bei unvorhergesehenen Projektschwierigkeiten. Weiter lassen sich die unternehmensabhängig sehr beliebten Leiharbeiter auf Basis von Zeitarbeit flexibel organisieren. Beispielsweise dürfen überschüssige Stunden in Form von Plusstunden im Arbeitszeitkonto erscheinen.

Verbesserte Handlungsfähigkeit

Gerade bei wirtschaftlich volatilen Rahmenbedingungen schätzen insbesondere mittelständische Unternehmen ihre Optionen zur Kostensenkung bei simultaner Flexibilisierung. Damit können Führungskräfte deutlich effizienter auf stärker schwankende Auftragszahlen und damit wechselnden Mitarbeiterbedarf reagieren, also auf Lastspitzen bzw. Unterbeschäftigung.

Dokumentation bietet Rechtssicherheit

Vielfältige arbeitsrechtliche Randbedingungen erzwingen eine transparente und vollständige Dokumentation von Arbeitszeiten. Diese Historien fixieren sich gerade im Arbeitszeitkonto. Unter den zahlreichen Regelungen zur Dokumentationspflicht sei hier einmal § 17 MiLoG (Mindestlohngesetz) genannt. Danach bleiben Arbeitgeber stets verpflichtet zur Dokumentation der Arbeitszeiten entsprechender Arbeitnehmer. Zugehörige Konten wollen 24 Monate lang aufbewahrt sein.

Arbeitszeitkonten online führen und verwalten mit Papershift

Mitarbeitermotivation

Flexibilisierte Arbeitszeiten per Zeitkonto stellen wesentliche Motivatoren für Mitarbeiter dar:

  • Etwa jedes zweite Personalmitglied fühlt sich durch flexibles Gehen bzw. Kommen angespornt. Dies kann durchaus auch Sabbaticals bzw. extensive Auszeiten bedeuten.

Wahl zwischen Freizeit und bezahltem Ausgleich

Ein Arbeitszeitkonto erlaubt prinzipiell das Wandeln angesparter Stunden in Freizeit oder Geld.

Speziell bei gutem Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und -nehmer lassen sich so situationsabhängig über einen längeren Zeitraum spürbare Vorteile für beide Seiten erreichen.

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